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Gesunde Lebensweise

Runter mit Blutfett, Blutdruck und Blutzucker

Zwei Seiten einer Medaille. Diabetes und Herzkrankheiten gehen oft Hand in Hand. Sie gelten als Risikopatienten und müssen nicht nur auf ihre Blutzuckerwerte achten: Typ-2-Diabetiker sind häufig auch gefährdet, Gefäßverkalkung und eine koronare Herzkrankheit (KHK) zu entwickeln. Wie eng die beiden Erkrankungen verknüpft sind, belegen die Zahlen der Deutschen Diabetes-Union (DDU). So haben 75 Prozent aller Diabetiker eine Herz-Kreislauf-Komplikation. Und ein großer Teil aller Herzinfarktpatienten hat Diabetes mellitus oder eine gestörte Glukosetoleranz. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Bei vielen Diabetikern treten die Komplikationen zunächst unbemerkt auf. Viele wissen nicht, dass sie bereits einen Infarkt hatten. Das Herz-Kreislauf-Risiko liegt bei zuckerkranken Männern zwei- bis dreifach und bei Frauen drei- bis fünffach über dem von Nicht-Diabetikern. Um Begleit- und Folgeerkrankungen zu vermeiden, fordern Experten, die Versorgung herzkranker Diabetiker zu verbessern. Ziel einer leitliniengerechten Behandlung ist die enge Zusammenarbeit von Kardiologen und Diabetologen in Diagnostik und Therapie. Nach Angaben der Fachleute lässt sich das KHK-Risiko deutlich mindern, wenn Diabetiker eine Behandlung erhalten, die Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfettwerte gleichzeitig senkt.

Bei der medikamentösen Einstellung der Patienten gewinnen individuelle Faktoren an Bedeutung - vor allem beim Cholesterin. 'Als optimale Cholesterinwerte kann man Werte bezeichnen, die auf das individuelle Risikoprofil und die Begleiterkrankungen jedes einzelnen Patienten abgestimmt sind', erklärt Dr. Anselm Gitt. Ausschlaggebend ist der Wert des schädlichen LDL-Cholesterins, mit dem ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. Das LDL-Cholesterin sollte bei Diabetikern unter 100 mg/dl liegen. 'Doch Hochrisikopatienten mit Diabetes mellitus und bereits erlittenem Herzinfarkt sind erst bei einem Wert von 70 mg/dl optimal eingestellt', erläutert der stellvertretende Direktor des Instituts für Herzinfarktforschung an der Universität Heidelberg.

(Quelle: djd/ pt; Foto: djd/ MSD/ Essex)