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Fußpflege

Gut zu Fuß – Tipps für die Fußpflege bei Diabetikern

1. Ansehen

Sehen Sie sich mindestens einmal am Tag Ihre Füße an. Nehmen Sie eventuell einen Spiegel zur Hilfe oder bitten jemanden um Hilfe. So entgehen Ihnen Veränderungen nicht, und Probleme können frühzeitig behandelt werden. Achten Sie auf Rötungen, Druckstellen, Schwellungen oder Verletzungen. Schmerzen sind keine verlässlichen Warnsignale, da sie im Rahmen der diabetischen Nervenerkrankung meist vermindert oder ganz erloschen sind. Auch nach einem langen Spaziergang sollten Sie einen kurzen, aber genauen Blick auf Ihre Füße werfen, um Druckstellen oder kleine Blasen früh genug zu erkennen. Machen Sie sich diese tägliche „Inspektion“ zur lieben Gewohnheit, Ihre Füße werden es Ihnen danken.

2. Waschen

Waschen Sie Ihre Füße jeden Tag am besten mit einer milden, rückfettenden Seife. Das Wasser sollte dabei nicht zu heiß sein. Falls Sie unsicher sind, kontrollieren Sie die Temperatur mit einem Badethermometer. Die Temperatur sollte 38 °C nicht übersteigen. Dies ist wichtig, da infolge einer Neuropathie die Temperaturempfindung im Fuß herabgesetzt sein kann, und schon mancher hat sich so seine Füße verbrüht.

Fußbäder sollten nicht länger als drei bis fünf Minuten dauern und keine hautreizenden Stoffe enthalten. Achtung: Baden Sie Ihre Füße niemals bei offenen Wunden. Das warme Wasser weicht diese Stellen auf, und Bakterien können leichter in das Gewebe eindringen. Dies kann zu schweren Infektionen führen – also bei offenen Wunden die Füße nur kurz mit lauwarmem Wasser waschen. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, welche Zusätze zu einem Fußbad Ihren Füßen gut tun.

3. Trocknen

Zuckerkranke Füße mögen es trocken. Nach jedem Waschen sollten Sie ihre Füße sorgfältig abtrocknen. Besonders die Zehenzwischenräume sollten trocken gehalten werden, denn hier siedeln sich gern Pilze an, die sich nur schwer wieder vertreiben lassen. Ist das Handtuch zu dick, um in alle Falten und Ecken zu gelangen, verwenden Sie am besten ein Wattestäbchen. Diese erhält man auch in größeren Ausführungen, fragen Sie doch mal in Ihrer Apotheke danach.

4. Pflegen

Ihre Füße benötigen bei Diabetes eine Extraportion an Pflege. Besonders mögen sie fetthaltige Cremes ohne Parfumzusätze und Konservierungsstoffe. Zinkpaste und Öle eigenen sich nicht. Am besten cremen Sie Ihre Füße vor dem Einschlafen ein. Wenn Sie dieses Ritual mit einer Fußmassage verbinden, möchten Sie bald bestimmt nicht mehr darauf verzichten. Achten Sie aber darauf, dass die Creme gut eingezogen ist, damit ihre Füße nicht zu feucht werden und die Haut aufweicht.

5. Zehennägel

Feilen Sie die Nägel Ihrer Füße gerade. Die Ecken sollten Sie dabei etwas abrunden, damit das Nagelbett keine Druckstellen bekommt.
Eingewachsene Nägel gehören in die Hände einer professionellen Fußpflege. Diese ist auf die Behandlung diabetischer Fußprobleme spezialisiert. Finden Sie hier auch keine Hilfe, sollten Sie Ihren Fuß umgehend einem Arzt vorstellen.

Um (schlecht abheilende) Verletzungen zu vermeiden, sollten Sie auf scharfe Gegenstände verzichten. Lassen Sie also Scheren, Knipser, Zangen oder Raspeln im Schrank.

6. Nie barfuß

Sie sollten es vermeiden, barfuß oder nur mit Strümpfen bekleidet herumzulaufen. Es kann so unbemerkt zu Verletzungen kommen, die nur schwer wieder heilen. Leichte Hausschuhe mit einer guten Sohle schützen Ihre empfindlichen Füße.
Auch in Schwimmbädern sollten Sie darauf achten, Badeschuhe zu tragen. Hier drohen Splitter, heißer Sand und spitze Steine.

7. Keine heißen Sachen

Bei kalten Füßen sollten Sie weder Wärmflasche noch Heizkissen oder Fön verwenden. Gewöhnen Sie Ihre Füße langsam an den Temperaturwechsel, indem Sie Wollsocken anziehen, die nicht drücken oder einschneiden.

8. Der richtige Strumpf – ist Trumpf

Ihre Strümpfe sollten möglichst keine Nähte oder einengende Ränder haben. Sehr wichtig ist auch ein hoher Anteil an Naturmaterialien. Am liebsten mögen Ihre Füße reine Baumwollsocken. Darin können sie am besten atmen und bleiben immer schön trocken.

Beim Anziehen der Strümpfe sollten Sie darauf achten, dass sich keine Falten bilden. Dies sollten Sie auch mehrmals am Tag kontrollieren, indem Sie öfter die Schuhe ausziehen und Ihre Strümpfe neu richten. So vermeiden Sie, dass Blasen entstehen, die sich infizieren können.

9. Achtung: Hühnerauge

Hat es Sie einmal erwischt und Ihre Füße ziert ein Hühnerauge – Finger weg! Hühneraugen gehören in die Pflege professioneller Hände. Lassen Sie sich diesen unbequemen Gesellen von einem Chirurgen oder der Fußpflege entfernen.

10. Schwielen

Bilden sich an Ihren Füßen Schwielen, spricht das für eine erhöhte Druckbelastung. Damit sich daraus kein Geschwür entwickelt, sollten Sie die Einlagen Ihrer Schuhe verändern oder den ganzen Schuh wechseln.

Achtung: Niemals selbst versuchen, Schwielen zu behandeln oder abzutragen! Am besten sind Sie mit diesem Problem in einer Fußpflegepraxis aufgehoben. Dort werden die Schwielen mit einer speziellen Technik abgetragen. Gleichzeitig hilft das geschulte Personal Ihnen, Ihr Schuhwerk optimal anzupassen und auszuwählen.

11. Verletzungen

Verletzungen an den Füßen sollten Sie niemals mit Fußbädern, Puder oder Salben behandeln. Desinfizieren Sie die Wunde und verbinden Sie diese mit einem Pflaster oder Mullbinden. Alle notwendigen Mittel erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Die Pflaster sollten immer „frisch“ sein, d.h. das Verfallsdatum nicht überschreiten. Sollte sich die Wunde entzünden oder sollten Sie Fieber, Schmerzen oder Schüttelfrost bekommen, wenden Sie sich sofort an einen Arzt.

12. Den Pilzen keine Chance!

Jede Pilzinfektion sollten Sie umgehend von Ihrem Arzt behandeln lassen. Diese Infektionen stellen Eintrittspforten für andere Erreger dar und sind meist nur schwer in den Griff zu bekommen. Sollten Sie sich unsicher sein, ob es sich um eine Pilzinfektion handelt, können Sie auch zunächst Ihren Apotheker um Rat fragen. Er kann Sie auch bei der Wahl des richtigen Antipilzmedikaments beraten und weitere Tipps für die Pflege geben.

13. Bettlägerigkeit

Sollten Sie bettlägerig sein, achten Sie darauf, dass Fersen und Knöchel auf einem weichen Polster gelagert sind. Somit verhindern Sie die Entstehung von Druckgeschwüren. Falls Ihre Arme ebenfalls lange Zeit ruhig liegen, sollten Sie auch die Armgelenke gut abpolstern.

14. Inspektion

Stellen Sie sich regelmäßig bei Ihrem Hausarzt vor und lassen Sie sich über Ihr eigenes Risiko aufklären. Helfen Sie mit und erinnern Sie auch Ihren Hausarzt an die regelmäßige Inspektion Ihrer Füße. So hat auch Ihr Arzt Vergleichsmöglichkeiten, und kleine Veränderungen können früh erkannt und behandelt werden.

15. Der beste Sport

Günstige Sportarten bei Zuckererkrankung sind vor allem Schwimmen und Radfahren. Sie fördern die Durchblutung, schonen aber die Gelenke und besonders Ihre empfindlichen Füße. Außerdem ist das Verletzungsrisiko bei diesen Sportarten geringer.

16. Entlastung

Sollten Sie bereits unter Fußgeschwüren leiden, versuchen Sie, Ihre Füße zu schonen. Verwenden Sie Gehstützen oder Entlastungsschuhe. Vermeiden Sie langes Stehen und beengendes Schuhwerk.

17. Die besten Schuhe

Kaufen Sie neue Schuhe nur am Nachmittag, denn zu diesem Zeitpunkt sind Ihre Füße dicker. Somit vermeiden Sie zu enge Schuhe. Neue Schuhe sollten Sie vorsichtig eintragen, damit keine Druckstellen oder Blasen entstehen. Lassen Sie die Schuhe unter Umständen von einem Schuhmacher weiten oder „weich klopfen“.

Bevor Sie neue Schuhe anprobieren, sollten Sie zunächst das Innere austasten, ob Stellen hervorragen oder ob sich im Inneren eventuell drückende Nähte verbergen. Schuhe mit Relief oder Noppen sollten Sie meiden, auch diese können unbemerkt Druckstellen hervorrufen.

Es gibt so genannte diabetesgerechte Schuhe. Diese Schuhe haben ausreichend Platz im Spann, ihr Fußbett ist druckentlastend. Sie verfügen über großräumige Kappen und geben der Ferse genügend Halt, damit sie nicht im Schuh hin- und herrutschen kann. Meist entlasten sie den Vorfuß, und ihre Sohle fängt harte Stöße ab. Außerdem wurde bei ihrer Herstellung auf Innennähte verzichtet. Fragen Sie doch einfach in Ihrer Apotheke nach oder wenden Sie sich an einen orthopädischen Schuhmacher.