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Arthrose

Arthrose – Der Schmerz im Gelenk

Es ist ein bekanntes Gefühl: Lange bei Tante Else am Kaffeetisch gesessen, und bei dem Weg auf die Toilette ist alles ganz steif geworden. Das Knie kann nicht richtig durchgedrückt werden, der Rücken schmerzt! Solche Symptome sind typisch für Arthrose.

Diese Erkrankung kann nahezu jedes Gelenk befallen und ist definiert als nicht entzündlich, degenerativ rheumatisch. Was bedeutet das?

Verlust von Knorpelsubstanz

Die Ursache ist ein Missverhältnis zwischen Belastung und Beschaffenheit des jeweiligen Gelenks. So kann zum Beispiel ein längeres bzw. ein kürzeres Bein zu einer Fehlbelastung eines Kniegelenks führen und so über jahrzehntelange Abnutzung zur Arthrose führen. Auch ungesunde Schwerarbeit, einseitige Sportarten oder hohes Körpergewicht sind Risikofaktoren.

Bei der Arthrose kommt es zu Umbauvorgängen des Gelenkknorpels als auch des darunter liegenden Knochens. Die Knorpelsubstanz wird aufgeraut und kann schließlich bis auf den Knochen abgerieben werden. Durch das chronische Abbaugeschehen und die wirkungslosen Neubildungen des Gewebes kommt es oft zu Entzündungen der Gelenksinnenhaut, der Synovitis.

Im Röntgenbild, welches eins der einfachsten Diagnostikverfahren des Orthopäden ist, zeigen sich degenerative Veränderungen wie Osteophyten (Neubildung von Knochen), Gelenkspaltverschmälerungen, Zystenbildungen und Randwülste.

Weit verbreitet

Bevorzugt betroffen sind vor allem Knie-, Hüft- oder Fingergelenke. Die Erkrankung ist weit verbreitet: Circa. 50 bis 80 Prozent der Menschen älter als 50 sind davon betroffen.

Wie oben schon erwähnt, sind die Symptome Gelenkschmerzen, Spannungsgefühl, Steifigkeit, Bewegungseinschränkung mit „Knirschen“, Gelenkverformungen, Fehlstellungen und im schlimmsten Fall kompletter Bewegungsverlust.

Die häufigste Komplikation der Arthrose ist eine Entzündung, die zur Rötung des Gelenks führen kann. Man nennt es dann „aktivierte Arthrose“.

Was kann getan werden?

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Schonung des betroffenen Gelenks mit Vermeidung der Belastungsfaktoren. Zu diesen gehören vor allem Vermeidung von Übergewicht, Benutzung von Gehstöcken oder orthopädischem Schuhwerk. Aber auch Kälte und Nässe sollten vermieden werden. In neueren Studien wurde zudem noch bemerkt, dass die Einnahme von Vitamin C und E einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf hat.

Das Problem bei der Arthrose ist die so genannte Schonhaltung, die die Betroffenen durch die Schmerzen einnehmen. Dabei besteht die Gefahr, dass das Gelenk überhaupt nicht mehr bewegt wird und es vollkommen einsteift. Physiotherapeutische Maßnahmen wie Krankengymnastik, Massagen, Muskeltraining, Wärmeanwendungen (z.B. mit Moor oder Fango) sind zur Prophylaxe sehr sinnvoll.

Neben diesen physikalischen Therapieideen existieren natürlich auch medikamentöse Ansätze. Dabei steht vor allem die Schmerzmitteltherapie im Vordergrund. Da es sich jedoch um eine langwierige, zum Teil lebenslange Therapie handelt, muss die Tabletteneinnahme gut dosiert und mit einem Arzt durchgesprochen werden. Denn was viele nicht wissen: Die frei erhältlichen Mittel in der Apotheke können starke Nebenwirkungen wie Magenbluten, Nierenschäden oder Asthmaanfälle haben.

Eine weitere Therapieform ist die operative: zum einen die Behebung von Ursachen wie das zu kurze, X- oder O- Bein und zum anderen der Ersatz des Gelenkes durch eine Endoprothese (künstliches Gelenk).

Auch Knorpelaufbauspritzen werden heute angeboten. Welches für Sie die richtige Therapie ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Denn oft wird eine langjährige Kombinationstherapie angestrebt, die ohne fachmännische Beratung leicht erfolglos bleiben kann.