Seitenanfang

Unsere Adresse

Petersbogen-Apotheke e.K.
Petersstraße 36-44
04109 Leipzig
Telefon: 0341 / 355 20 333
Telefax: 0341 / 355 20 334
www.petersbogen-apotheke.de
info@petersbogen-apotheke.de

Unsere Öffnungszeiten

Mo - Sa:09:00 - 20:00 Uhr

Sie erreichen uns Montag - Freitag ab 08.00 Uhr am Notdienstschalter.

Wir sind zertifiziert!

Veranstaltungskalender

Herzschutz mit Vitaminen

Das Gefahrenpotenzial „Homocystein“ und die schützenden B-Vitamine werden immer wichtiger, wenn es um die aktive Herzvorsorge geht!

Das „böse“ LDL-Cholesterin galt über viele Jahre als Feind Nummer eins im Kampf gegen Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Dass es der Gegenspieler des guten HDL-Cholesterin ist und den Gefäßen schadet, weiß heute nahezu jeder. Was viele nicht wissen, ist, dass es einen zweiten Risikofaktor gibt: das Homocystein!

Diese schwefelhaltige Aminosäure hat bisher noch nicht die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erhalten, die sie verdienen würde. Denn es besteht guter Grund zu der Annahme, dass das Homocystein unseren Gefäßen genau so oder sogar mehr schadet als das allseits bekannte Cholesterin.

Gift für die Gefäßwände

Vor einigen Jahren entdeckte man, dass Menschen, die zu viel Homocystein im Blut haben, früher sterben als ihre nicht belasteten Mitmenschen. Sie erleiden häufiger Herzinfarkte und Schlaganfälle als gleichaltrige Gesunde mit niedrigeren Werten. Ein Übermaß dieser Aminosäure lässt die Arterien- und Venenwände vorzeitig altern. Sie wirkt wie ein Gift auf die Gefäßwände ein.

Die B-Vitamine schützen

Einem zu hohen Cholesterinspiegel kann man mit Bewegung, Entspannung und einer Ernährungsumstellung zu Leibe rücken. Doch helfen diese Faktoren auch im Fall des Homocysteins? Offenbar nicht, denn Ernährungsexperten weisen darauf hin, dass es nur eine Möglichkeit gibt, den Homocysteinpegel effektiv zu senken: Man muss dem Körper ausreichend B-Vitamine zuführen.

Folsäure und Vitamin B12 gelten als ausgezeichnete Gegenspieler des Gefäßschädlings. Sie neutralisieren das Zellgift – und zwar so rasch, dass die Gefäßwände erst gar nicht geschädigt werden.

Diese Schutzwirkung hat vor kurzem eine Studie an der Universität Jena bestätigt. Hier behandelten Biochemiker 50 ältere Menschen mit Arteriosklerose ein Jahr lang erfolgreich mit B-Vitaminen. Die Untersuchung zeigte, dass die Vitaminpräparate die Gefäßwände wieder gesünder und jünger machten.

B12 ist zuverlässiger

Als besonders zuverlässig in seiner Schutzwirkung hat sich Vitamin B12, auch als Cobalamin bekannt, herausgestellt. Zwar trägt auch das B-Vitamin Folsäure erwiesenermaßen zum schnellen Abbau von Homocystein bei, allerdings verliert es diesen positiven Effekt, wenn regelmäßig höhere Dosen eingenommen werden. Das zeigt eine Studie irischer Mediziner an 30 Männern und 23 Frauen über mehrere Wochen.

Die Patienten nahmen dabei Folsäure und Vitamin B12 ein; gleichzeitig wurden die Werte für Homocystein bestimmt. Dabei stellen die Wissenschafter eine Art Gewöhnungseffekt fest: Je mehr Folsäure eingenommen wurde, um so weniger wirkte sich dies auf die Spiegel von Homocystein aus. Allerdings übernahm mit dem Nachlassen der Folsäure das Vitamin B12 die Homocystein senkende Wirkung. Erst nachdem die Teilnehmer die Folsäure für einige Wochen wieder abgesetzt hatten, reagierte Homocystein wieder auf den Einfluss von Folsäure.

Die irischen Mediziner empfehlen daher unter anderem eine ausreichende Einnahme von Cobalamin, um das Risiko für Gefäßkrankheiten zu senken. Gut wirksam, weil hoch dosiert, ist Vitamin B12 in flüssiger Form, wie man es etwa als Vitamin B12-Trinkfläschchen in der Apotheke erhält. Die hohe Dosierung füllt die leeren B12-Speicher zuverlässig wieder auf. Überdosierungen sind nicht möglich, da alles, was der Körper nicht braucht, einfach ausgeschieden wird. B12-Kuren sollte man aber dennoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker durchführen.

Wer braucht zusätzliche Vitamine?

Der Homocystein-Spiegel ist altersabhängig und steigt ab der Lebensmitte kontinuierlich an. Jeder zweite Erwachsene über 45 Jahren hat erhöhte Werte. Männer haben bereits im jüngeren Alter normalerweise mehr Homocystein im Blut als Frauen. Besonders ältere Menschen leiden oft generell unter einem Vitaminmangel und neigen damit zu überhöhten Homocystein-Werten.

Erhöhte Konzentrationen von Homocystein weisen fünf bis zehn Prozent der Allgemeinbevölkerung und bis zu 40 Prozent aller Patienten mit Gefäßerkrankungen auf! Eine Konzentration von bis zu 10 µmol/l (mikro-Mol pro Liter) gilt als unbedenklich. Werte bis zu 12 µmol/l sind bei im übrigen gesunden Menschen noch akzeptabel. Überschreitet der Wert 12 µmol/l, sollte dringend etwas unternommen werden.

Denn ein erhöhter Homocystein-Spiegel tut nicht weh: Man merkt zunächst nichts und hat keine Beschwerden. Wer über 45 Jahre alt ist und aktiv sein Herz schützen möchte, sollte daher vorbeugend an eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und hier besonders mit Vitamin B12 denken.

Insbesondere Vegetarier und Veganer sollten aufpassen. Sie sind vor allem von einer Unterversorgung mit dem wichtigen Vitamin B12 bedroht, das aus tierischen Lebensmitteln stammt. Ebenfalls gefährdet sind zum Beispiel Senioren, die häufig unter Entzündungen im Magen-Darmbereich leiden. Nicht selten verlaufen diese relativ symptomlos, was aber nichts an den Effekten ändert – nämlich an der verminderten Aufnahme des wichtigen Cobalamins. Auch bei ihnen kann eine vorbeugende Einnahme hochdosierter B12-Gaben die Gefäße fit und gesund erhalten.

(Text: djd; Bilder: permanent – Oktober 2006)