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Digitalis

Digitalis lässt das Herz stärker schlagen

Digitalis gehört zur Gruppe der Herzglykoside. Herzglykoside sind spezielle Stoffe mit pflanzlicher Herkunft, die unter anderem im Fingerhut vorkommen und eine typische Wirkung am Herzen entfalten.

Digitalis ist der lateinische Name des Fingerhuts. Zu dieser Medikamentengruppe gehören zum Beispiel Digitoxin und Digoxin. Richtig angewandt, können sie das schwache Herz so sehr stärken, dass normales Leben wieder möglich wird. Falsch angewandt, kann es tödlich sein.

Wirkungsweise

Wie kräftig das Herz schlägt, hängt vor allem von der Menge Calcium ab, die sich in den Herzmuskelzellen befindet. Um einen Herzschlag zu ermöglichen, wird jedes Mal Calcium in die Muskelzelle hineingelassen.

Damit das Herz sich wieder entspannen und erneut mit Blut füllen kann, muss das Calcium wieder herausgeschafft werden. Herzglykoside hemmen genau diesen Abtransport und bewirken so eine erhöhte Calciumkonzentration in den Herzmuskelzellen. Dadurch kann sich das Herz kräftiger zusammenziehen. Eine weitere Wirkung ist die Verlangsamung des Herzschlages.

Vergiftungen sind häufig

Wie bei fast allen Medikamenten macht die Dosis das Gift. Die größte Gefahr der Herzglykoside liegt in ihrer geringen therapeutischen Breite. Die therapeutische Breite ist die Konzentration eines Arzneimittels, in der die angestrebte Wirkung besteht, aber noch keine Vergiftungserscheinungen auftreten.

Da diese Art von Medikamenten schon bei leicht erhöhtem Blutspiegel lebensgefährlich werden kann, ist es extrem wichtig, oft die Konzentration im Blut zu bestimmen. Gute Mitarbeit ist besonders gefragt, da auch zu geringe Blutkonzentrationen gefährlich werden können. Halten Sie sich peinlich genau an das Dosierungsschema Ihres Arztes!

Die Nebenwirkungen bzw. Vergiftungserscheinungen können von Herzrhythmusstörungen, die sogar im Kammerflimmern enden können, über Übelkeit und Erbrechen bis zum Koma führen. Man sollte immer daran denken, dass das Digitalis schnell ein hochpotentes Gift werden kann. Aus diesem Grund müssen die Tabletten immer kindersicher gelagert werden.

Dem schwachen Herzen unter die Arme greifen

Besonders bei der schweren chronischen Herzschwäche, bei der schon leichte Belastung nicht mehr möglich ist, kommt Digitalis zum Einsatz. Oft können die Belastbarkeit und auch Luftnot deutlich verbessert werden. Eine weitere wichtige Indikation für Herzglykoside ist die absolute Arrhythmie mit schnellem Puls.

Bei bestimmten Krankheiten verbietet sich die Anwendung von Digitalis, unter anderem beim Sinus- und Karotissinussyndrom – hier ist der Puls ohnehin schon zu langsam. Auch bei anderen, selteneren Krankheiten des Herzens kann die Digitalis-Einnahme gefährlich werden.