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Hepatitis

Die feinen Unterschiede – Hepatitis ist nicht gleich Hepatitis

Hepar ist das griechische Wort für Leber. Hängt man ein -itis an, hat man die Hepatitis, die Leberentzündung. So leicht bekommt man eine Hepatitis aber nun doch nicht. Die Erreger der gefährlichen Arten der viralen Leberentzündungen werden nur über das Blut oder bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen, man kann sich also recht gut schützen.

Obwohl fast alle Viren, zwar nur sehr selten, eine Hepatitis verursachen können, meint man doch die Leberentzündungen, die durch Hepatitisviren verursacht worden sind, wenn man davon spricht. Bei den Hepatitiserregern muss man fünf verschiedene Arten unterscheiden: die Hepatitis-Viren A, B, C, D und E.

Symptome

Eine Leberentzündung macht sich durch eine Lebervergrößerung bemerkbar, die durch die Kapselspannung Schmerzen im rechten Oberbauch verursacht. Diffuse Symptome wie Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, leichte Temperaturerhöhung, Gelenkschmerzen und Durchfall kommen oft dazu.

Nur bei einem Drittel der Fälle kommt es zu der typischen Gelbfärbung, Ikterus, der Haut und Augen und zu einer Entfärbung des Stuhls. Normalerweise ist die Leber für den Abtransport der gelben Abbauprodukte des roten Blutfarbstoffs aus dem Blutkreislauf in den Zwölffingerdarm zuständig. Aufgrund der Entzündung funktioniert dieser Abtransport nicht richtig.

Hepatitis A und Hepatitis E

Die Infektion auf oralem Wege muss nur bei Hepatitis A und E befürchtet werden. Die Inkubationszeit, die Zeit also, die vergeht, bis sich die Erkrankung nach Ansteckung manifestiert, beträgt 10 bis 40 Tage. Diese beiden Arten kommen nur in Ländern mit niedrigem Hygienestandard vor, es besteht ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. Oft sind Lebensmittel mit den Erregern kontaminiert, weil Gemüse mit menschlichen Fäkalien gedüngt und das Essen mit kontaminierten Abwässern gewaschen wurde – eine typische Reisekrankheit.

Meistens verlaufen diese Formen ohne Symptome, d.h. Sie bemerken womöglich gar nicht, dass Sie erkrankt sind, oder Sie vermuten, sich einfach nur den Magen verdorben zu haben. Diese Formen nehmen nie einen chronischen Verlauf und heilen meist spontan und folgenlos aus.

Hepatitis B, C und D

Wie bereits oben erwähnt, erfolgt die Übertragung auf dem Blutweg. Ungeschützter Geschlechtsverkehr und infizierte Blutkonserven sind mögliche Ansteckungsquellen. Die Inkubationszeit ist oft sehr lang, bei Hepatitis B 30 bis 180 Tage und bei der Hepatitis C sogar 15 bis 150 Wochen. In Zentralafrika und China sind mehr als acht Prozent der Bevölkerung Hepatitis-B-Virusträger, in Deutschland nur 0,3 Prozent. Drei Prozent der Weltbevölkerung sind mit Hepatitis-C-Viren infiziert.

Auch bei diesen Erkrankungen kommt es in der Mehrheit der Fälle nicht zu den oben beschriebenen Symptomen. Diese Virusarten können aber im Körper verbleiben und später verheerende Folgen anrichten.

Was ist so gefährlich?

Selten manifestieren sich die (vor allem zuletzt genannten) Formen der Virushepatitis als fulminante Erkrankung. Die oben beschriebenen Symptome sind dann sehr ausgeprägt, und ein tödlicher Verlauf durch Leberversagen ist zu befürchten. Selbst bei Ausheilung bleiben manchmal Viren im Körper zurück, die eine chronische Virushepatitis verursachen können, welche in eine Leberzirrhose oder sogar ein Leberzellkarzinom übergehen kann. Besonders die Hepatitis C ist dafür bekannt, zuerst unbemerkt zu verlaufen, aber nach Jahren Leberkrebs zu verursachen.

Virusträger sind trotzdem ansteckend, d.h. man sieht es den wenigsten Menschen an, ob sie einen der Viren in sich tragen.

Hepatitis-D-Infektionen sind nur möglich, wenn das Hepatitis-B-Virus bereits im Körper ist.

Wie kann man sich schützen?

Momentan existieren nur Impfstoffe gegen die Hepatitis A, die Reiseleberentzündung, und die Hepatitis B. Sowohl aktive (schützen für Jahre) als auch passive (schützen nur etwa drei Monate) Injektionsimpfstoffe sind erhältlich.

Die Impfstoffe sind einzeln oder als Kombinationsimpfstoff erhältlich. Die Impfungen werden meistens nicht von den Kassen übernommen. Eine Ausnahme stellen besonders gefährdete Berufsgruppen dar, z.B. Ärzte oder Pflegepersonal. Die A-Impfung erfolgt zweimal im Abstand von sechs Monaten. Die B-Impfung muss drei Mal durchgeführt werden, der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung sollte einen Monat betragen. Die letzte Dosis wird nach weiteren fünf Monaten verabreicht.