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SIDS

Der plötzliche Kindstod

Einer der größten Alpträume junger Eltern ist es wohl, das Kleine wieder zu verlieren. Doch heute zählt der plötzliche Tod im Säuglingsalter, auch "Sudden Infant Death Syndrome" (SIDS) genannt, zu einer der häufigsten Todesursachen.

Als plötzlichen Kindstod bezeichnet man den Tod eines bis dahin gesunden Säuglings, meistens im Schlaf. Eine ausreichend erklärende Ursache kann nicht nachgewiesen werden. In Deutschland sterben jährlich 1000 bis 1500 Säuglinge daran.

Wie weit ist die Ursachenforschung?

Wie bereits erwähnt, sind bis dahin scheinbar gesunde Säuglinge betroffen. Auch wenn viele Hypothesen hinsichtlich infektiöser, Kreislauf bedingter und anderer Ursachen aufgestellt wurden, wird eine Störung im Hirnstamm angenommen. Diese soll im Schlaf zu verlängerten Atempausen und auch zu einer extremen Verlangsamung des Herzschlages führen. Genau identifiziert werden konnte diese Störung aber noch nicht. Trotzdem sind Risikofaktoren bekannt.

Untergewichtige Frühchen, Geschwister von am plötzlichen Kindstod verstorbenen Säuglingen, Neugeborene drogenabhängiger Mütter und Säuglinge mit nachweisbaren wiederkehrenden Kreislauf- und Atemstörungen scheinen besonders anfällig zu sein.

Wie kann SIDS verhindert werden?

Nach neuen Ergebnissen, die sich auf internationale Erfahrungen stützen, konnten folgende Vorsichtsmaßnahmen die Häufigkeit des Krippentodes deutlich verringern:

  • Säuglinge sollten im ersten Lebensjahr so lange in Rückenlage schlafen, bis sie sich selbst drehen können. Auch die Seitlage bedeutet ein zusätzliches Risiko! Seit bei uns zur Rückenlage aufgerufen wird, sterben nur noch halb so viele Säuglinge am SIDS.
  • Säuglinge sollten so ins Bett gelegt werden, dass ihr Kopf nicht durch Bettzeug bedeckt werden kann.
  • Säuglinge sollten im elterlichen Schlafzimmer, aber im eigenen Bett schlafen.
  • Säuglinge sollten vor und nach der Geburt in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen.
  • Raumtemperatur und Bettdecke/Schlafsack sollten so gewählt werden, dass es für das Kind angenehm ist, also weder zu warm noch zu kalt.

Neben diesen allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen können Geräte, die den Herzschlag und die Atmung überwachen, einen besonders sicheren Schlaf garantieren. Insbesondere Risikokinder sollten eine solche Überwachung erhalten. Auch der Schlaf der Eltern wird sicher ruhiger werden. Ihr Kinderarzt berät Sie gern über die Nützlichkeit entsprechender Geräte.

Was tun, wenn der Säugling blau in der Krippe liegt?

Bemerkt man nun bei einem scheinbar gesunden Säugling einen plötzlichen Atemstillstand mit Blauverfärbung der Haut und völliger Erschlaffung, kann eine sofortige Wiederbelebung erfolgreich sein, wenn sie von hierin geübten Personen durchgeführt wird.

Aus diesem Grund sollten sich Eltern schon vor der Geburt eines Kindes bei einem Kinderarzt über die Grundzüge der Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Säuglingen informieren und eventuell sogar an speziellen Puppen üben.

Zunächst sollte man überprüfen, ob das Kleine atmet, und den Puls tasten. Grundsätzlich sollte der Puls viel schneller sein als bei Erwachsenen. Oft setzt die Atmung schon nach leichtem Rütteln wieder ein. Ist das nicht der Fall, muss das Kind Mund-zu-Mund beatmet werden. Bei Pulslosigkeit wird eine Herzdruckmassage notwendig. Der Notarzt muss umgehend gerufen werden. Nach gründlicher Untersuchung des Kindes in der Klinik sollte danach eine ständige Monitorüberwachung mit einem Heimmonitor durchgeführt werden. Nur dadurch kann sichergestellt werden, dass ein weiterer Atemstillstand sofort bemerkt wird. Risikokinder müssen schon von Geburt an strenger beobachtet werden.

Zu weiteren Fragen hierzu berät Sie gern Ihr Kinderarzt.