Seitenanfang

Unsere Adresse

Petersbogen-Apotheke e.K.
Petersstraße 36-44
04109 Leipzig
Telefon: 0341 / 355 20 333
Telefax: 0341 / 355 20 334
www.petersbogen-apotheke.de
info@petersbogen-apotheke.de

Unsere Öffnungszeiten

Mo - Sa:09:00 - 20:00 Uhr

Sie erreichen uns Montag - Freitag ab 08.00 Uhr am Notdienstschalter.

Wir sind zertifiziert!

Veranstaltungskalender

Down-Syndrom

Symptome und Verlauf

Als Syndrom bezeichnet man im Allgemeinen ein Krankheitsbild, das man anhand mehrerer charakteristischer Merkmale erkennen kann. Bei den meisten Syndromen kennt man die Ursache, weiß aber nicht, auf welchem Wege die Merkmale zustande kommen.

Oft werden Syndrome nach demjenigen benannt, der sie zuerst beschrieben hat. Im Falle des Down-Syndroms war dies der englische Arzt Dr. John Langdon Down (1828 – 1896). Bekannt ist dieses Syndrom jedoch viel länger – so kann man schon auf Gemälden des 16. Jahrhunderts deutlich Menschen mit den charakteristischen Merkmalen erkennen.

Typische Merkmale

Kinder mit Down-Syndrom haben meist ein flaches rundes Gesicht und einen leicht abgeflachten Hinterkopf. Die Augen fast aller Kinder verlaufen zur Seite leicht ansteigend und weisen eine sichelförmige Hautfalte am inneren Augenrand auf. Weil das den Kindern einen leicht asiatischen Anschein verleiht, nannte man diese Krankheit früher auch Mongolismus.

Der Nasenrücken ist oft breiter als bei anderen Kindern. Der Muskeltonus ist oft schlaff, und die Hände sind breit und haben kurze Finger. Oft findet sich eine zusätzliche Hautfalte am Nacken, die man auch schon lange vor der Geburt im Ultraschall sehen kann und die zur Frühdiagnose verwendet wird. Die meisten Kinder sind kleiner als der Durchschnitt, ebenso als Erwachsene (bzgl. der Durchschnittsgröße bei Erwachsenen).

Bei gezielter und frühzeitig begonnener individueller Förderung sind die Kinder lernfähig und sozial gut integrierbar. Ihre Selbständigkeit kann sogar so weit gehen, dass sie eine Regelschule besuchen können.

Wie kommt es zum Down-Syndrom?

Dr. Down war zwar derjenige, der als Erster die charakteristischen Merkmale zusammengefasst hat, ihm war jedoch die Ursache des Zustandes unbekannt. Erst 1959 zeigten Lejeune und seine Mitarbeiter in Paris, dass Menschen mit Down-Syndrom ein zusätzliches Chromosom besitzen. Normalerweise ist bei Menschen das Erbgut auf 23 Chromosomenpaare verteilt. Die Eizellen und Spermien enthalten keine Paare, sondern nur einen einfachen Satz von 23 Chromosomen. Bei der Befruchtung vereinigen sich die Zellen, und es entstehen wieder 23 Chromosomenpaare. Die Zellen von Menschen mit Down-Syndrom enthalten das Chromosom 21 drei Mal.

Oft wird das Down-Syndrom deshalb auch als Trisomie 21 bezeichnet. Meistens kommt das daher, dass sich bei der Entstehung der mütterlichen Eizellen das 21. Chromosom nicht teilen wollte. Mit steigendem Alter der Mutter wird das Risiko immer größer, dass dies passiert. Im Durchschnitt wird jedes 700. Lebendgeborene mit Down-Syndrom geboren, mit steigendem Alter der Mutter ist das Risiko bis zu zehnmal größer. Da die Gene, die im Chromosom 21 liegen, in dreifacher Ausführung vorhanden sind, werden bestimmte Stoffe in einer zu großen Menge produziert.

Das zusätzliche Chromosom verringert die Überlebenschance des Fetus, viele Schwangerschaften enden daher mit einer Fehlgeburt. Nahezu die Hälfte der Kinder haben einen angeborenen Herzfehler. Außerdem scheint das Down-Syndrom mit einer besonderen Anfälligkeit für Leukämie einherzugehen. Früher starben 75% der Kinder noch vor der Pubertät, meistens an den Folgen ihrer hohen Infektanfälligkeit. Heute erreicht die Mehrzahl das 30. Lebensjahr.