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Zahncreme

Die richtige Zahncreme von Anfang an

Wie wichtig die ersten Zähne sind, wird von vielen Eltern unterschätzt. Zumindest sollte man das meinen, wenn man die vielen Kleinkinder zum Teil bis zum vierten Lebensjahr mit der Nuckelflasche sieht.

Ca. mit sechs bis sieben Monaten bekommen die Kinder, oft mit lautem Gebrüll und Trara, ihre ersten Milchzähne. Diese sind Platzhalter für die nachkommenden Zähne. Wenn also die ersten zu schnell, z. B. durch schlechte Pflege, ausfallen, können die bleibenden schief nachwachsen und eine langjährige kieferorthopädische Behandlung nach sich ziehen. Spätestens mit zehn bis zwölf Monaten sollte man den Kleinen das Nuckeln an dem geliebten Fläschchen oder Schnuller langsam abgewöhnen. Denn der Sauger ist schlecht für die Milchzähne und schädigt sie durch ständig falsche Belastung. Zudem kann es auch zu Kieferverformungen kommen.

Wichtig ist, dass man schon früh mit der richtigen Zahnpflege anfängt - dafür gibt es z.B. Babyzahnbürsten. Diese sollten weiche Borsten haben, damit die Kinder sich nicht den Mundraum verletzen; außerdem einen kleinen Kopf, um auch den kleinen Zähnen und dem Mundraum gerecht zu werden. Für den praktischen Gebrauch haben die Babyzahnbürsten oft einen großen Griff und können zusätzlich mit einem Beißring kombiniert werden. Die Zähne sollten zweimal täglich geputzt werden.

Ungefähr mit drei Jahren können die Kinder selbst ihre Zähnchen putzen und benötigen dann eine genaue Anleitung. Beginnen sollte man mit den Kauflächen, um dann zu den Innen- und Außenflächen der Zähne zu wechseln. Wichtig ist die Begleitung der Kinder beim Zähneputzen mindestens bis zum Schulalter, sonst wird oft gepfuscht und nicht richtig geputzt.

Kinder zu der wichtigen Zahnpflege anzuhalten, kann man mit Spiel und Spaß verbinden. Bunte Zahnbürsten, farbige Zahncremes und lustige Sanduhren, die die Putzzeit vorgeben, können den Eltern den schwierigen Job erleichtern.

Unterschiede gibt es bei den Zahncremes für Kinder und Erwachsene nicht nur in Geschmack und Farbe, sondern auch im Fluoridgehalt. Kleinkinder und Kinder bis zu sechs Jahren benötigen nicht so viel Fluorid wie Erwachsene, weshalb der Gehalt an Fluorid bei den Kinderzahncremes nur ca. 0,04% beträgt.

Was ist so bedeutend an Fluorid?

Fluoride werden in den Schmelz des Zahnes eingelagert. Sie härten ihn und machen ihn widerstandsfähiger gegen Bakterien und Säuren und verbessern die Einlagerung von Calcium und Mineralstoffen in die Zähne. Dadurch werden die Zähne vor Karies geschützt.

Fluoride kann man u.a. auch in Tablettenform einnehmen. Da die Zahnanlagen schon beim Säugling vorhanden sind, kann man also in diesem Alter mit der Fluoridprophylaxe beginnen. Die Tabletten sind oft auch noch mit Vitamin D kombiniert, welches vor Rachitis schützt. Aber aufgepasst: Zu viel Fluoride können gelbe Verfärbungen an den Zähnen hervorrufen. Deswegen auf jeden Fall mit dem Zahnarzt sprechen. Kombiniert können fluoridhaltige Zahncremes und Tabletten eventuell schon zu viel des Guten sein.

Besonders wichtig für die Prophylaxe von Karies ist die richtige Handhabung der Nuckelflasche oder Schnabeltasse. Auch wenn für alle Eltern inzwischen klar ist, dass ständige zuckerhaltige Getränke Gift für die Zähne sind, findet man immer noch viele Fertigtees oder Kindergetränke, in denen massenhaft Zucker enthalten ist. Zucker stellt das Futter für die Kariesbakterien dar und stimuliert sie zum Zerstören der Zähnchen.

Unabhängig davon ist es auch schädlich, wenn die Kinder zuckerfreie Tees oder Fruchtsäfte ständig nuckeln. Denn die durchgehende Umspülung der Zähne mit Flüssigkeit ersetzt den Speichel und nimmt den Zähnen den natürlichen Schutz. Gerade auch die vitaminmäßig eigentlich gesunden Fruchtsäfte werden falsch eingeschätzt. Dabei wird vergessen, dass der Fruchtzucker, die Fruktose, auch ein Zucker ist, der, noch durch die Fruchtsäuren verstärkt, die Zähne angreift.

Also allgemeine Vorsicht mit den Nuckelflaschen und deren Inhalt!
Wenn man ab dem sechsten Monat die Kinder mit zusätzlichen Nahrungsmitteln füttert, sollte darauf geachtet werden, dass die Nahrung möglichst wenig Zucker und viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, um so den Zähnen eine widerstandsfähige und gesunde Entwicklung zu gewährleisten.
Es gibt auch, genau wie für Erwachsene, zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Angelehnt an die U-Untersuchungen im Kinderpass, sollte man auch die UZ-Untersuchungen des Zahnarztes nutzen. Dabei erhält jedes Kind einen Zahnpass, in dem der Zahnarzt die Ergebnisse dokumentiert. So geht man sicher, dass man die richtige Behandlung und Prophylaxe trifft.