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Die gesunde Pflege

Grundlage aller Pflege ist die richtige Reinigung

Die erste und wichtigste kosmetische Behandlung der Haut ist die Reinigung. Wenn man von Reinigung spricht, muss erst einmal betrachtet werden, woraus sich der Schmutz auf der Haut zusammensetzt.

Wie alle Organe des menschlichen Körpers stellt auch die Haut kein einheitliches Gewebe dar. Sie ist aus verschiedenen Zellschichten aufgebaut, von denen die äußerste die Hornschicht ist. Wie die Mehrzahl kosmetischer Präparate kommen auch die Reinigungsmittel nur mit der äußersten Hornschicht in Kontakt.

An ihrer Oberfläche ist die Hornschicht von einer Fettsubstanz bedeckt, welche man als Hautfett bezeichnet. Chemisch betrachtet ist diese Fettschicht eine Emulsion aus Schweiß, Hauttalg und Abfallprodukten der Zellen. Das Oberflächenfett hat die Funktion, die Hautoberfläche geschmeidig zu halten und den Wassergehalt der tieferen Hautschichten zu regeln. Außerdem dient es der Haut als Schutzbarriere gegen äußere Einflüsse.

Es geht also bei der richtigen Hautreinigung darum, die sich am Oberflächenfett angesiedelten Schmutzteilchen zu lösen, ohne die Haut zu sehr zu entfetten oder die natürlichen Hautfunktionen zu beeinträchtigen. Um der Haut zu nützen und sie nicht zu schädigen, muss für jeden Hauttyp das richtige Reinigungspräparat gewählt werden. Je problemloser die Haut ist, desto einfacher ist die Entscheidung.

Die Basis: warmes Wasser und eine Bürste

Das immer noch meistverwendete Reinigungsmittel ist Wasser. Besonders warmes Wasser bringt die Hornschicht der Haut zum Quellen und erweicht sie. Durch mechanisches Waschen, etwa mit einem Schwamm oder einer samtweichen Bürste, wird der Schmutz zusammen mit den obersten Hornzellen der Haut gelockert und abgespült. Aber die wasserabstoßende Eigenschaft des Oberflächenfettes der Haut bewirkt, dass Schmutzteilchen und Bakterien, die im Hautfett eingebettet sind, nicht vollständig beseitigt werden können. Diesem Mangel hilft man ab, indem man dem Wasser verschiedene Stoffe zusetzt, die eine bessere Löslichkeit bewirken. Dazu dienen:

Seifen

Für die Herstellung von Seifen werden Rindertalg, Palmkernfett, Kokosöl und andere Öle verwendet. Diese werden mit Natronlauge verseift. Heutzutage wird aber meist nicht von den natürlichen Fettrohstoffen ausgegangen, sondern es werden bereits vorher Fette in Glyzerin und Fettsäuren gespalten, die dann allein Verwendung finden.

Alkalifreie Seifen sind keine echten Seifen, sondern synthetische Detergentien, welche die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen und dadurch eine bessere Benetzbarkeit von Oberflächen ermöglichen. Sie haben nicht den großen Nachteil der alkalischen Seifen, die den Säureschutzmantel der Haut neutralisieren und ihm damit seine Schutzfunktion gegenüber Bakterien nehmen.

Syndets

Syndets (ebenfalls synthetische Detergentien) kommen als Reinigungspräparate für Aknehaut in Frage.

Emulsionen

Emulsionen werden auf der Basis von Fetten und Wasser hergestellt. Reinigungspräparate werden hauptsächlich als Öl-in-Wasser-Emulsionen hergestellt, da sie dann wasserlöslich sind und nach dem Reinigungsvorgang mit Wasser von der Haut entfernt werden können.

Der Vorteil einer Gesichtsmilch gegenüber den Seifen ist, dass sie kein alkalisches Produkt ist und ihr pH-Wert dem pH-Wert der Haut angepasst werden kann. Besonders wichtig ist die schonende Reinigung mit einer entsprechenden Gesichtsmilch für die trockene, empfindliche Haut, aber auch für die anspruchsvolle, ältere Haut.

Bestimmung des Hauttyps

Nachdem Sie nun Ihr Gesicht gründlich gereinigt haben, kommen wir zum Punkt: "Welches Pflegeprodukt braucht Ihre Haut?" Dazu sollten Sie zunächst Ihren Hauttyp bestimmen. Das geht ganz einfach so, indem Sie Ihre Haut nach der Reinigung für zehn Minuten völlig unbehandelt lassen. Danach stellen Sie sich vor den Spiegel und betrachten und befühlen Ihre Haut:

  • Normale Haut zeigt wenige schwarze Pünktchen (Mitesser) und die Haut spannt nicht.
  • Fett-trockene Haut ist kleinporig, hat kaum schwarze Pünktchen; starkes Spannungsgefühl und Jucken.
  • Feucht-trockene Haut zeigt schwarze Pünktchen auf Nase, Kinn und Stirn (T-Zone); leichtes Spannungsgefühl im ganzen Gesicht.
  • Fette Haut zeigt schwarze großporige Pünktchen über das ganze Gesicht verteilt; die Haut fühlt sich leicht fettig an und hinterlässt fettige Rückstände am Finger, wenn Sie darüber streichen.

Nun ein paar Tipps für selbstgemachte Pflegeprodukte, die, soweit nicht anders erwähnt, für jeden Hauttyp geeignet sind:

Pflegepackung für kalte Wintertage

1 Kaffeelöffel Butter
1 Kaffeelöffel Nährcreme
1 Spritzer Zitronensaft

Verrühern Sie die handwarme Butter mit einem Kochlöffel in einer Schale, dann die Nährcreme und den Zitronensaft gründlich unterrühren. Die Buttercreme auf das gut gereinigte Gesicht, den Hals und das Dekolleté auftragen. Die Butter selbst ist eine natürliche Creme und in ihrer chemischen Zusammensetzung eine Wasser-in-Öl-Emulsion. Butter ist ein idealer Feuchtigkeitsspeicher und überdies reich an Vitamin A. Außerdem enthält sie Stearin, Palmitin und Olein. Angesäuert mit Zitronensaft ist die Creme ideal für trockene, spröde und müde Haut – besonders günstig an einem kalten Wintertag, wenn sich nach längerem Aufenthalt im Freien die Haut rau und spröde anfühlt. Lassen Sie auch die Hände von der Creme profitieren!

Erfrischungsmaske vor dem Ausgehen

1 Eiweiß
1 Kaffeelöffel Nährcreme

Eiweiß mit Mixer zu Eischnee schlagen; Creme hinzufügen und alles gut verrühren.
Verstreichen Sie die Maske auf das gründlich gereinigte Gesicht und den Hals. Gut trocknen lassen und anschließend mit viel warmem Wasser abwaschen. Die stark Poren zusammenziehende Eigenschaft von Eiweiß wird durch die Zugabe von Fettcreme gemildert. Die Maske verleiht der Haut ein klares, gepflegtes Aussehen. Sie ist für jeden Hauttyp geeignet.

Spezialmaske für fette, unreine und fleckige Haut

2 - 3 Scheiben grüne Schlangengurke
1 Kaffeelöffel Nährcreme
1 Spritzer Obstessig

Die Gurke waschen und die ungeschälten Scheiben in Mixer purieren; Creme und den Essig gründlich verrühren. Das gut gereinigte Gesicht, den Hals und das Dekolleté sollte man reichlich mit der Gurkencreme bedecken. Sie klärt, reinigt, erfrischt und strafft die Haut. Die Packung kann man beliebig oft anwenden, sie wird nach der Einwirkzeit mit lauwarmem Wasser abgewaschen.