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Stress

Zukunftskrankheit Stress – wenn der Körper Alarm schlägt

Destruktiver Stress und stressbedingte Erkrankungen sind zu einem der größten Gesundheitsrisiken in der modernen Arbeitswelt geworden. Ein Leben ganz ohne Stress ist heute kaum denkbar, und schon jeder zweite Deutsche leidet unter Stresssymptomen. Und die Zahl der Betroffenen steigt stetig.

„Guter“ und „böser“ Stress

Starke Beanspruchung durch psychische und physische Anspannung verursacht Stress. Er ist eine normale Reaktion des menschlichen Körpers auf körperliche und seelische Belastungen. Erfolgsdruck, Überforderung oder Zukunftsängste sind Beispiele für so genannte Stressoren. Solange der menschliche Organismus die Stresssituation ohne gesundheitliche oder seelische Beeinträchtigung bewältigen kann, ist der Stress weitgehend unproblematisch. Diesen Stress nennt man auch Eustress, guten Stress. Positiver Stress ist nützlich, er fordert Körper und Geist und treibt so zu Höchstleistungen an.

Überlastende Anforderungen verursachen gefährlichen Stress, den Disstress. Dieser destruktive Stress resultiert aus einem Ungleichgewicht zwischen Arbeitsanforderungen und den persönlichen Möglichkeiten und Ressourcen, diese Anforderungen zu bewältigen. Bei destruktivem Stress geraten natürliche Anpassungsprozesse an die stressauslösenden Reize aus dem Gleichgewicht.

Mitentscheidend, ob der Stress schadet oder nutzt, ist auch, wie die Anforderungen und Belastungen empfunden und bewertet werden. Das hat nicht unbedingt etwas mit der Belastungsfähigkeit zu tun. Maßgeblich ist nicht, ob ein Mensch die Belastungen lange aushalten, sondern ob er etwas zur Veränderung der Situation und ihrer Rahmenbedingungen unternehmen kann. Ist diese Möglichkeit der Kontrolle über die eigene Situation verstellt oder geht der Mensch aus anderen Gründen nicht in die aktive Stressbewältigung über, wird der Widerspruch zwischen den Anforderungen und den Bewältigungsgrenzen zu groß. Der so genannte Kontroll-Verlust verursacht dann Stresssymptome.

Wie reagieren wir auf Stress?

Der menschliche Körper reagiert auf Stresssituationen mit einer Art Alarmreaktion; Schemata wie zu Urzeiten, als Menschen noch Jäger und Sammler waren, treten zu Tage. Flucht oder Kampf sind die einfachsten Reaktionsmuster. Der Organismus mobilisiert hierzu kurzfristig sämtliche Reserven. Stresshormone werden aus der Nebennierenrinde freigesetzt. Sie aktivieren die Energiespeicher des Körpers, erhöhen den Blutdruck und den Puls, beschleunigen die Atmung. Auch die Muskulatur wird auf Leistung eingestellt. Andere Funktionen werden heruntergefahren, wie die Immunabwehr, die Verdauung und Sexualfunktionen. Mögliche Folgen dieser Alarmreaktion sind Nervosität, Gereiztheit, Konzentrations-, Schlaf- und Verdauungsstörungen sowie Verspannungen, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen. Dies geht auch einher mit einer Drosselung der körpereigenen regenerativen Funktionen.

Anhaltender Stress führt so schließlich zur Ermüdung und Erschöpfung, bekannt auch als Burn-out-Syndrom. Denn unter Disstress kommt der Körper aus seinem dauerhaften Alarmzustand gar nicht mehr heraus. Er wird ängstlicher und gleichzeitig auch reizbarer – eine Mischung mit hohem gesundheitlichen Risiko.

Welche Krankheiten kann Stress verursachen?

Verschiedene Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z.B. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Magen- und Darmerkrankungen, Magengeschwür, chronische Darmentzündungen, Kopfschmerzen, Migräne, psychische Erkrankungen und auch Krebs werden mit Stress in Zusammenhang gebracht.

Es ist nachgewiesen, dass Stress das Immunsystem supprimieren, d.h. schwächen kann. Doch nicht jeder wird krank. Es gibt auch nicht "die Stresskrankheit" oder Managerkrankheit, jeder Mensch reagiert auf Stress mit individuell verschiedenen Stresssymptomen und Erkrankungen. Man geht davon aus, dass jeder Mensch Veranlagungen für bestimmte Erkrankungen besitzt. Bei erhöhtem Stress und fehlenden Strategien zu dessen Bewältigung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Erkrankungen auftreten. Je höher und je länger die Stressbelastung, desto größer ist die Gefahr zu erkranken.

Was tun?

Indem die moderne Welt den Erfolg überbewertet, hat sie uns eine wesentliche Stressursache beschert. Die Überbewertung des Erfolges steigert auch die Angst zu versagen. Wer Erfolg übermäßig ernst nimmt, der muss auch einen Misserfolg übermäßig ernst nehmen. Dies führt zu Selbstvorwürfen, Selbstverachtung, Hass, Wut, Neid.

Die schlimmsten Feinde unseres Immunsystems sind Spannung und Stress. Jeder kann die Effizienz seiner Immunreaktionen steigern, indem er Spannungen, Überanstrengungen und Stress reduziert.

Stress wird vor allem durch den Unterschied zwischen den hohen Erwartungen und Anforderungen einerseits und der Realität der Bewältigungsmöglichkeiten andererseits verursacht. Stressoren können verringert oder beseitigt werden, indem übertriebene Erwartungen niedriger geschraubt werden, um die Anforderungen erfüllbarer oder realistischer zu machen.

Es liegt auch an uns selbst, wie viel Stress wir zulassen. Setzen Sie Prioritäten, und konzentrieren Sie sich auch mal nur auf das, was für Sie selbst das Wichtigste ist. Gönnen Sie sich Entspannung, Ruhe und Erholung zur Erhaltung Ihrer Gesundheit. Anspannung und Entspannung in einem ausgeglichenen Verhältnis erhalten Ihnen Ihre Konzentration und Leistungsfähigkeit.