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Brennnessel

Heilkraut Brennnessel

Die Brennnessel ist eine alte Heilpflanze und gehört zu den bekanntesten Kräutern in unseren Breiten. Vielen sind Brennnesseln nur als Unkraut und Alptraum des Kleingärtners bekannt. Andere schätzen das Gewächs als Heilkraut und wertvolle Nahrungsergänzung.

Brennnesseln wirken anregend auf Magen, Darm, Galle, Bauchspeicheldrüse und Blase. Auch Gicht und Rheuma sollen sie lindern können und den Haaren zu neuem Glanz verhelfen. Manche schreiben den in Brennnesseln enthaltenen Stoffen sogar aphrodisierende und potenzsteigernde Wirkungen zu. Aufgrund des hohen Vitamin-C- und Mineralstoffgehaltes sind Brennnesselblätter hervorragend als Nahrungsmittel, zum Beispiel in Salaten, geeignet.

Botanische Hintergründe

Die Brennnesseln sind getrenntgeschlechtlich – manche Pflanzen sind männlich und manche weiblich. Deshalb tragen im Sommer nicht alle Pflanzen Blüten, sondern nur die weiblichen. Im Gegensatz zu Hanf oder Flachs, die Einjahrespflanzen sind, kann die Brennnessel mehr als zwölf Jahre alt werden. Ihre Anspruchslosigkeit während des Wachstums und fehlende Notwendigkeit übermäßiger Düngung oder gar von Pflanzenschutzmitteln macht sie besonders interessant als umweltverträgliche Kulturpflanze.

In der Blütezeit, von Juni bis August, können junge Blätter geerntet werden. Diese sind am besten verträglich. Analysen haben beachtliche Wirkstoffe an den Tag gebracht: Chlorophyll, Histamin, Gallus-, Gerb- und Ameisensäure, Glukokinin, Acetylcholin, Vitamin A und E, Mineralsalze wie Eisen, Magnesium, Silizium, Natrium, Kalzium, Phosphor sowie pflanzliche Hormone. Der höchste Gehalt an Wirkstoffen ist in den Samen enthalten.

Ameisensäure gegen Rheuma und Arthritis

Wie der Name schon sagt, brennen Brennnesseln, wenn die Blätter mit der Haut in Berührung kommen. Das liegt daran, dass winzige Nadeln in die Haut eindringen und dort steckenbleiben. Die Ursache für die brennenden und juckenden Quaddeln ist die in den Nadeln enthaltene Ameisensäure.

Noch heute wird die Nesselpeitschung oder Urtikation bei Rheuma und Arthritis angewandt. Hierbei ist der reizende Effekt auf die Haut durchaus gewünscht und verschafft vielfach Linderung, da die Wirkstoffe direkt in die Haut gelangen. Dort können sie Schmerzen lindern und die Durchblutung fördern.

Bei anderen Anwendungen will man sich aber nicht die Finger verbrennen. Deshalb werden die Blätter zuvor entweder in heißem Wasser entschärft oder nur der Sud verwendet. Wer auf das Pflücken aber ganz und gar verzichten möchte, kann in Apotheken unterschiedlichste Darreichungsformen käuflich erwerben. Viele Produkte sind aus Brennnesselsamen hergestellt.

Kräftige und glänzende Haare

Dünnes Haar soll wieder kräftiger und glänzend werden, wenn man es mit Brenneselsud behandelt. Aus diesem Grunde enthalten viele Shampoos Brennnesselextrakte. Tipp: Mischen Sie frische Brennnesselblätter mit gleichen Teilen Wasser und Essig. Massieren Sie den Sud dreimal täglich in die Haare und spülen ihn nach zehn Minuten mit lauwarmem Wasser wieder aus. Im Mittelalter soll Nesselbrei sogar gegen Glatzen verwendet worden sein. Auch gegen fettiges und schuppiges Haar verspricht ein Brennnesselshampoo Heilung.

Brennnesselsalat

Die jungen Blätter der Brennnessel besitzen reichlich Vitamin A und C. Zuvor gut abgekocht, ist das Kraut eine gesunde Bereicherung für jeden Salat. Der Geschmack ist sehr angenehm spinatig. Allerdings sollten Sie nicht gerade Brennnesseln verwenden, die Sie neben einer viel befahrenen Straße gesammelt haben. Um auf den Brennnesselgeschmack zu kommen, kann man zum Einstieg im Feinschmeckerladen ein Stück Brennnesselkäse ausprobieren. Aber Vorsicht: Feinschmeckerpreis!

Brennnesseltee

Brennnesseltee lässt sich aus frisch gepflückten oder getrockneten Blättern herstellen. In Apotheken sind ebenfalls Fertigmischungen erhältlich. Der Tee wirkt anregend auf den Verdauungstrakt und harntreibend. Er sollte aber nicht mit kochendem Wasser aufgegossen werden, da sonst hitzelabile Stoffe wie das Vitamin C zerstört werden.