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Anis

Anis sind die reifen Früchte von Pimpinella anisum

Diese Pflanze gehört zur Familie der Apiaceae. Der Anis stammt ursprünglich aus Asien und ist in unseren Breiten nur in Gärten anzutreffen.

Seine süßlich schmeckenden Früchte sind in der Weihnachtsbäckerei und in Schnäpsen bekannt. In der Heilkunde hilft Anis bei Husten und Blähungen und fördert die Milchbildung.

Die Anispflanze

Der Anis ist eine einjährige Pflanze und wird etwa 60 cm hoch. Von der Anispflanze werden die birnenförmigen Spaltfrüchte (Samen) als Gewürz oder Heilmittel verwendet. Diese sind seitlich schwach abgeflacht und drei bis vier Millimeter lang. Sie sind graugrün und fühlen sich etwas rau an. Nach der Ernte werden die Aniskörner aus den getrockneten Dolden herausgedroschen. Teilweise zerfallen dadurch die ganzen Früchte in Teilfrüchte. Danach werden sie gemahlen. Das Pulver ist gelbbraun bis dunkelbraun. Die kleinen Blüten sind weiß oder gelblich, und die Blätter lassen sich zu Salaten verwenden.

Woher stammt der Anis?

Anis ist eines der ältesten Gewürze, die es gibt. Die Pflanze stammt wahrscheinlich aus dem Vorderen Orient, hat sich aber schon im Altertum rund um das ganze Mittelmeer verbreitet. Hauptanbaugebiete sind heute Spanien und die Türkei. Seine Würzkraft verdankt der Anis dem ätherischen Öl Anethol, das auch im Sternanis und im Fenchel vorkommt.

Anis in der Küche

Den besten Ruf genießt der aromatische Anis in der Weihnachtsbäckerei. Lebkuchen, Pfeffernüsse, Printen und Honigkuchen sind ohne ihn undenkbar. Anis wird zum Würzen von Süßspeisen und Cremes gebraucht, in Mittel- und Osteuropa auch zum Backen von Brot und Kuchen (Anisplätzchen). Auch Krapfen- und Eierpfannkuchenteig, Fettgebackenes, süße Milchsuppen, Grießbrei, süße Reisspeisen, Obstgerichte und eingekochte Marmeladen sollte man mit Anis abschmecken. Gemahlener Anis muss bald verbraucht werden, er verliert schnell seine Würze.

Seine Hauptbedeutung hat Anis wohl für die Alkoholindustrie. Hier verwendet man das aus den Samen gewonnene Anisöl zur Herstellung von Anisgetränken (z.B. der französische Pernod, der griechische Ouzo). In seiner Form als Absinth war er Lebenswasser, Inspiration und Verderben vieler impressionistischer Maler.

Seine Heilkräfte

Anis wird als pflanzliches Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden und als Mittel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt. Im Magen-Darm-Trakt wird Anis bei Verdauungsbeschwerden in Verbindung mit leichten Krämpfen verwendet. Ferner wird es als leichtes Abführmittel eingesetzt. Anis ist besonders in der Kinderheilkunde ein häufig verwendetes Heilmittel. Dort wird es meistens als Teezubereitung, oft zusammen mit Fenchel oder in Form von Anisöl, eingesetzt.
Zur Teezubereitung wird 1/2 Teelöffel kurz vor der Verwendung zerkleinert, mit 150 ml kochendem Wasser übergossen und nach 10 bis 15 Minuten durch ein Sieb gegeben.

Bei Atemwegserkrankungen soll Anis eine hustenlindernde und schleimlösende Wirkung haben. Zudem soll er auch eine antibakterielle Komponente haben, welche sich positiv auf Katarrhe der Luftwege auswirken kann. Anis regt ferner den Speichelfluss an. Fünf bis zehn Anisfrüchte oder Anisbonbons können so gegen einen „trockenen Mund“, an dem besonders ältere Menschen häufig leiden, helfen.

In der Volksmedizin wird Anis traditionell als Aphrodisiakum, zur Förderung der Menstruation und zur Anregung der Milchbildung bei Stillenden eingesetzt. Das ätherische Öl wird als Bestandteil von Salben bei äußerlichen Hautreizungen verwendet. Ferner wird Anis gegen Ungeziefer eingesetzt.

Abschließend soll noch bemerkt werden, dass Allergien gegen Anis und Anethol, den Hauptbestandteil des ätherischen Öls, möglich sind. In einem solchen Fall muss man sich natürlich vor Anis hüten.