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Wachstumsstreifen

Unbedenklich, aber unschön

Im Sommer werden sie sichtbar – ob unter dem modischen bauchfreien T-Shirt oder ober- und unterhalb der Badehose: „Schwangerschafts- oder Dehnungsstreifen“, auch schon bei Jugendlichen.

Schwaches Hautbindegewebe kann unter Umständen bei erhöhter Belastung reißen. Normalerweise geschieht dies bei Hormoneinfluss während der Schwangerschaft und bei Übergewichtigen, die an Körpermasse rasch zunehmen. Was viele nicht wissen: Auch bei Jugendlichen in der Pubertät, die schnell wachsen oder Leistungssport betreiben, ansonsten aber eher schlank oder zierlich gebaut sind, können solche unschönen Risse (Striae distensae, distendo = ausdehnen) entstehen. Die Haut kommt einfach nicht mit.

Wachstumsstreifen oder Striae bei Jugendlichen

Die Anpassungsvorgänge des Körpers im Jugendalter führen zu den so genannten Pubertätsstreifen. Betroffen sind nicht nur Mädchen mit schwachem Bindegewebe, sondern auch Jungen. Durch Gewichtszunahme entweder hormonell vermindert oder als Zeichen von mechanischer Belastung der Haut bei exzessiver, schneller Gewichtszunahme (Bodybuilder), verliert die Haut an Elastizität. Die starke und meist schnelle Dehnung des Gewebes – häufig in Verbindung mit einer Bindegewebsschwäche – lässt die Haut bzw. die Muskelfasern im Unterhautgewebe reißen, bei Mädchen vor allem im Bauchbereich, an den Oberschenkeln, Hüften und Po, aber auch Brüsten und Oberarmen. Jungs sind oft an Oberschenkeln und Lendenbereich (lumbosakral) betroffen. Striae sind erst bläulich rot und erhaben, später nach und nach flach und gelblichweiß.

Aber auch eine längere, hoch dosierte Einnahme von Kortisontabletten, eine längerfristige lokale Anwendung von Kortisoncremes oder eine körpereigene Überproduktion von Kortison wie beim Morbus Cushing können Ursachen für die Bildung von Striae distensae sein. Vorbeugen kann man dem leider nicht. Insgesamt können die Striae distensae durch ärztliche Behandlung nur wenig beeinflusst werden. Besserungen des Hautbildes konnten vereinzelt durch Anwendung von speziellen Cremes erreicht werden.

Wirkungsvolle Gegenmaßnahmen

Bei der Behandlung gilt es, eine bessere Durchblutung des Gewebes anzuregen – und das regelmäßig. Betroffene mit Übergewicht sollten darauf achten, langsam abzunehmen, um langfristig ihr Gewicht zu halten. Mit einer gezielten Zupf- und Knetmassage kann man beispielsweise zusätzlich ein wenig vorbeugen. Dabei nimmt man sanft ein wenig Haut zwischen Zeigefinger und Daumen und lässt diese wieder los. Kaltes Abbrausen, Trockenbürstenmassagen mit einem Luffa-Handschuh oder Öle, die die Durchblutung fördern und somit die Wirkung einer Massage verstärken, helfen ebenfalls. Für Betroffene gilt: Beim Sonnenbad einen hohen Lichtschutzfaktor benutzen.

Auch für Laserbehandlungen gilt, dass sie meist nicht den gewünschten Erfolg bringen. Es handelt sich bei den Striae jedoch nicht um eine Krankheit. Die Haut ist an Stellen mit den Streifen nicht gefährdet oder anfälliger für äußere Einflüsse. Es ist ein rein kosmetisches Problem.

(Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e.V.)